e-Government: Personalsituation in der Berliner Verwaltung II

Jetzt greift auch der Tagesspiegel das Thema „Personalsituation in der Berliner Verwaltung“ noch einmal in dem Artikel „Berliner Behörden sind völlig überaltert“ auf:

„Nach einer Prognose der Finanzverwaltung wird sich die Personalsituation bis 2019 dramatisch verändern. Dann werden in der Hauptverwaltung nur noch 61 102 Vollzeitstellen mit den bisherigen Mitarbeitern besetzt sein, in den Bezirken sind es 14 795 Stellen. Das reicht aber nicht aus. Das Ziel von Rot-Schwarz ist, dauerhaft 80 000 Stellen in der Hauptverwaltung und 20 000 Stellen in den Bezirken besetzt zu haben.“

Interessant auch am Ende der Verweis auf die sog. Gesundheitsquote:

„Der Krankenstand liegt bei 10 Prozent, fast doppelt so hoch wie in der öffentlichen Verwaltung bundesweit. Finanzsenator Nußbaum mahnte deshalb kürzlich, zu Gast bei der Gewerkschaft Verdi, eine „Konzentration auf die Erhöhung der Arbeitszufriedenheit“ der Beschäftigten an. Dazu gehörten eine stressvermeidende Arbeitsorganisation und sensible Führungskräfte.“

Was auffällig erscheint, nirgendwo – weder hier noch im Vorgänger-Artikel der Berliner Morgenpost – wird auf das Thema eGovernment verwiesen. Ist es aber nicht in unseren Vorträgen und Lobhudeleien zur Modernisierung der Verwaltung immer wieder ein Argument, wie die Verwaltung gerade dieser demographischen Entwicklung entgegenwirken könnte? Sprechen wir nicht die gleiche Sprache oder kommen unsere Argumente nicht an der richtigen Stelle an?

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4 Gedanken zu „e-Government: Personalsituation in der Berliner Verwaltung II

  1. Der Krankenstand wird ganz wesentlich von den Führungskräften beeinflusst. Wenn man also den verbleibenden Personalbestand effizienter nutzen will, sollte man die Führungskräfte befähigen, die Mitarbeiter stärker zu motivieren, bzw. zunächst einmal nicht mehr zu demotivieren. Human affairs hat hier entsprechende Angebote gemacht (www.humanaffairs.de), bislang aber noch kein Interesse in der Berliner Verwaltung gefunden.
    Das Problem wird eben so lange ignoriert, bis es gar nicht mehr geht und dann mit Aktionismus zugedeckt.

    • Interessante Argumentationen auch auf einer anderen Seite zu dem Beitrag und der Frage, wie eGov bei den Entscheidern ankommen soll:

      „Da würde ich bei beidem zustimmen – auf Plattformen wie dem Zukunftskongress etc ist doch kein Politiker und auch die Gesellschaft selbst wird davon nicht berührt. In der allgemeinen Presse gab es ja mE zB auch keine wirkliche Resonanz auf das Event, oder?“

      „Die Zukunft von Staat und Verwaltung wird in der Bevölkerung wohl eher wenig aus der Sicht der IT-Zukunft (E-Gov) wahrgenommen. Da stellen sich doch ganz andere Fragen…, die wirklich politischer sind: Schuldenabbau? (Dabei reden doch alle nur vom Ende einer Neuverschuldung.. = Schuldenbremse).“

      spannend… 😉

  2. Pingback: Personalsituation in der Berliner Verwaltung IV | herr arendt

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