‪#‎GovChatDe‬ – mal was neues probieren…?!

#GovChatDe

#GovChatDe

Wir wollen mal was Neues probieren: den Twitterchat #‎GovChatDe‬.
Na, neuigierig, was das ist und wie es funktioniert? Dann würde ich mich freuen, wenn viele von Euch mitmachen: Am 8.9. geht es im #‎GovChatDe‬ um den Innovativen Staat – ist er digital und mobil? Das diskutieren Franz-Reinhard Habbel und ich als Moderatoren mit Euch ab 18 Uhr. Alle relevanten Themen der letzten Monate und Jahre sollen eingebunden werden: Die Digitale Agenda, #eGov, #mGov oder #MobileGov, der #nPerso und die #eID, #openGov und #opendata.

Wie so ein Twitterchat funktioniert, kann man hier nachlesen: http://www.initiatived21.de/2014/08/govchatde-twitterchat-innovativer-staat-digital-und-mobil/

Bis Montag dann – freue mich auf Euch!

Dirk

mobileGov: „Die Koalitionsvereinbarung und e-Government“

„Mobile Government bleibt Stiefkind der Digitalen Agenda“

Unter dieser Überschrift analysiert Dirk Arendt, Director Public Sector & Government Affairs bei Good Technology, den Koalitionsvertrag. Er hielt dazu fest:

Der neue Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD bietet unter dem Stichwort „Digitale Agenda“ viele gute Ansätze zur Verwaltungsmodernisierung. Das reicht von der Stärkung des IT-Planungsrates bei der Koordinierung von eGoverment-Projekten bis zum Transfer der deutschlandweiten Behördenrufnummer 115 ins Internet (www.115.de). Auch der Plan, Ansätze zu Open Data zu fokussieren und der angestrebte Beitritt Deutschlands zur internationalen Initiative Open Government Partnership weisen in die richtige Richtung. Wichtig zudem, dass der Vertrag die Bedeutung von Datenschutz und Sicherheit für die Akzeptanz für elektronische Behördendienste anerkennt.

Das allein sind gute Nachrichten, denn die Erfahrung zeigt: Wenn sich Begriffe – wie hier der der „Digitalen Agenda“ – durch einen Koalitionsvertrag ziehen, bietet das Spielraum für die ressortübergreifende Umsetzung konkreter Projekte. Klar ist aber auch: Dem Koalitionsvertrag fehlt es beim Thema Internet an Weitsicht.

Laut einer aktuellen ARD/ZDF-Studie sind im Jahr 2013 rund 41 Prozent der Internet-Nutzer mobil, sprich unterwegs, online. Das sind fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Diesem Trend zum Trotz und obgleich Deutschland schon heute zu den Ländern mit der geringsten Nutzung von Mobile Government zählt, findet sich im Koalitionsvertrag dazu keinerlei Strategie.

Dabei gibt es mit Blick auf Verwaltungsmodernisierung gute Gründe sich den Anforderungen endlich zu stellen. Bei allen Vorhaben muss dabei neben der Nutzerfreundlichkeit die Datensicherheit im Mittelpunkt stehen. Auf sensible Daten zurückgreifen zu können, wo sie benötigt werden, ohne sie dabei zu gefährden, ist die zentrale Herausforderung.

Mobile Sicherheitslösungen und eine umfassende Strategie zur mobilen digitalen Kommunikation sind bei der Weiterentwicklung der Verwaltungsmodernisierung durch e- und mGovernment unerlässliche Themen.

Zugleich ergeben sich etwa bei der digitalen Bürgerbeteiligung große Chancen. Politik und Verwaltung können sich dieses handlichen Weges bedienen, um Prozesse demokratischer und verständlicher zu machen. Das wird aber nur funktionieren, wenn Lösungen modern, mobil und sicher sind. Bedeutet: Realistisch Ziele vorgeben und die Umsetzung durch Standardisierung begleiten. Worten müssen Taten folgen, wenn die Koalition eine wirklich moderne Verwaltung für Deutschland will. Dazu gehören auch die Stärkung des IT-Beauftragten der Bundesregierung sowie eine Reform bei der Personalpolitik.

Der Koalitionsvertrag macht deutlich: Die digitale Wirklichkeit ist endlich bei den Politikern „ganz oben“ angekommen. Doch weil es im Vertrag um die kommenden Jahre bis 2017 geht, ist es unverständlich, warum dem Bereich Mobile keine stärkere Rolle zukommt und warum es beim mGovernment offenbar keine Ambitionen gibt, Deutschlands Zukunft zu gestalten. Wenn Deutschland seine digitale Zukunft nicht verspielen will, müssen Politik aber auch Wirtschaft heute die kommenden zehn bis 20 Jahre in den Blick nehmen. Sonst macht die „Digitale Agenda“ wenig Sinn.

Quelle: Dieser Artikel ist erschienen in der eGovernment Computing, Januar 2014

„Mobile Government bleibt Stiefkind der Digitalen Agenda“

„Die Koalitionsvereinbarung und eGovernment –
Großer Wurf oder doch nur uninspiriertes Klein-Klein?“

Dirk Arendt e-Gov m-Gov

e-Government; e-Gov; mobile-Governement; m-Gov; mGov; mobileGov

 

„Was bedeutet der Koalitionsvertrag für ein künftiges eGovernment? Die von eGovernment Computing befragten Experten bewerten das Vertragswerk ganz unterschiedlich: Die Reaktionen reichen von verhaltener Skepsis bis zu großem Optimismus. Einig sind sich die Kommentatoren aber in ihrer Einschätzung der Notwendigkeit, schnell zu handeln.

eGovernment Computing hat dazu vier eGovernment-Experten befragt: Dirk Arendt, Director Public Sector & Government Affairs bei Good Technology; Dr. Philipp Müller von CSC; Dr. Pablo Mentzinis vom Branchenverband Bitkom und Jon Abele, Partner BearingPoint.

„Mobile Government bleibt Stiefkind der Digitalen Agenda“ – Unter dieser Überschrift analysiert Dirk Arendt den Koalitionsvertrag. Der gesamte Artikel ist zu finden unter dem link.

e-Government: „Inside Verwaltung“ – oder wie die Verwaltung wirklich tickt!

Längere Auto- oder Zugfahrten versuche ich mir stets, durch das Hören von interessanten Podcasts zu verkürzen. Und in diesen Tagen bin ich auf eine wirklich aufschlussreiche – aber nicht mehr ganz taufrische – Folge in dem großen Sammelsurium von Philip Banses „Medienradio“ gestoßen: „Inside Verwaltung“ aus dem April 2012. Ein MUSS für alle, die sich mit eGovernment beschäftigen – ein MUSS für alle die, die Verwaltung modernisieren wollen: Weil hier auch mal die andere Seite zu Wort kommt.

Tino Eilenberger, 32, trat mit 16 in den öffentlichen Dienst Berlins ein und baute Berlin.de mit auf. Heute ist er im IT Dienstleistungszentrum Berlin zuständig für die Webanwendungen der Berliner Verwaltung. Er hat die elektronische Terminvereinbarung für die Berliner Verwaltung mit erfunden und eingeführt, war an Berlins Open Data Portal beteiligt und verantwortet Schnittstellen, mit denen die Berliner Verwaltung schon heute ihre Daten unkompliziert ins Netz stellen kann.

Ein ganz wunderbarer Einblick in die tagtägliche Arbeit eines ganz normalen Mitarbeiters im Berliner ITDZ. Hier wird mit Fachbegriffen und Zuständigkeiten jongliert, mit Stolz von ersten Prozessen zum nPerso berichtet und ganz freimütig auch über Probleme geredet. Reinhören lohnt sich! Versprochen. Oder wisst ihr, was eine ÄnTe ist…?

e-Government – zwei Seiten einer Medaille

Dirk Arendt: Gestern erschienen zwei gänzlich unterschiedliche Sichten auf das Thema e-Government. Zum einen warb die Frankfurter Rundschau in dem Artikel E-Government Gesetz – Der lange Weg zum digitalen Amt für die zukünftigen Möglichkeiten, auf der anderen Seite schrieb sich ein Berliner Bürger seine Erfahrungen mit der „digitalen Verwaltung“ vom Herzen: The Horrifying State of eGovernment in Germany. Zwei Seiten einer Medaille.

e-Government – Personalsituation in der Berliner Verwaltung IV

Dirk Arendt: Das Thema „Personalsituation in der Berliner Verwaltung“ bleibt uns als Thema erhalten. Heute titelt der TAGESSPIEGEL mit einem dem Artikel „Nichts geht mehr – Grüne Stadträte rügen Personalnot in Bezirken“ mit zum Teil dramatischen Zahlen:

„Vor sechs Jahren hatte das Sozialamt im City-Bezirk etwa 158 000 Fälle zu bearbeiten, von der Pflegehilfe über die Grundsicherung im Alter bis zu Asylbewerberleistungen. Im laufenden Jahr sind es schon 221 000 Fälle. Im Jahr 2016 werden es voraussichtlich 252 000 Einzelfälle sein. Um dies zu bewältigen, bräuchte das Amt 18 Vollzeitstellen mehr, aber die gibt es nicht.“

Und der Verfasser des Artikels sieht auch noch kein Ende des Problems:

„Die Haltung des Senats zur Personalnot in den Bezirken, die übrigens nicht nur von den Grünen beklagt wird, ist klar: Bis 2016 soll es in der Hauptverwaltung nur noch 80 000 und in den Bezirken 20 000 Vollzeitstellen geben. Es sollen bis dahin also noch Stellen gestrichen werden, um das Soll zu erfüllen. In zähen Verhandlungen mit den Bezirken wurden die Sparvorgaben im vergangenen Jahr ausgehandelt. Der letzte Bezirk, der seinen Widerstand aufgab, war Treptow-Köpenick.“

Update: Auch die BZ hat das Thema in einem Artikel aufgenommen.

 

 

eIDEE – Wettbewerb für den digitalen Handschlag

Dirk Arendt: Nachdem ich ja des öfteren schon die fehlende Kommunikation rund um das Thema eGovernment angesprochen habe und auch nicht mit Kritik an einem – vielleicht polemisch gemeinten – Radio-Beitrag gespart habe, jetzt auch von meiner Seite der Aufruf zur Unterstützung eines Wettbewerbs zum Neuen Personalausweis.

Kommt, zeigt Eure Ideen, zeigt Innovation, zeigt, dass Kommunikation und ein Wettbewerb durchaus in und vor allem auch für die Öffentliche Verwaltung Sinn machen:

eIDEE – Wettbewerb für den digitalen Handschlag. Schon 140 Beiträge, noch bis zum 18.8. mitmachen“.

Also, mitmachen! Und dieses Mitmachen ist ganz einfach: Die „eIDEE“ in ein paar Sätzen beschreiben und via Web-Formular einreichen. Ganz einfach. Also… 

e-Government: Wenn Kritik weit über das Ziel hinausschießt…

Dirk Arendt Baustelle

Dirk Arendt Baustelle in Berlin

Und noch ein Podcast. Diesmal aber einer, der mir gar nicht gefällt. Nein, er ärgert mich. Sehr sogar. Vielleicht liegt es an mir. Vielleicht habe ich auch einfach nur den hintersinnigen Humor nicht verstanden.

Aber der Reihe nach: Der Beitrag trägt den schönen Titel „Neuland„, entstammt dem Digitalen Logbuch des Deutschlandfunk und wartet mit einer harschen Kritik am Neuen Personalausweis, seinem biometrischen Foto, der Demail und insbesondere dem eID-Wettbewerb der Bundesdruckerei auf. Und der Kommentator spart nicht mit seiner Kritik. Kritik ist grundsätzlich etwas gutes. Kritik kann helfen. Kritik kann aufrütteln. Kritik sollte aber immer auch konstruktiv sein. Kritik kann sarkastisch oder auch lustig sein – diese hier ist aber einfach nur schlecht. Nein, es ist gar keine Kritik. Es ist ein Verbalfeuerwerk auf niedrigstem inahaltlichen Niveau. Und wie gesagt, vielleicht soll es lustig sein und ich verstehe nur die Pointe nicht. Im Beitrag wird der Personalausweis auf sein biometrisches Foto reduziert, welches der Kommentator so schön als den „zwangsbescheuerten Gesichtsausdruck“ bezeichnet. Ein erster Fehler.

„Wie riesig muss die Verzweiflung der Macher sein, schon zum zweiten Mal 10.000 Euro zu spendieren, für endlich mal eine Idee, das hässliche Perso-Kärtchen sinnvoll einzusetzen? Warum ihre Vorfahren nicht selbst die Idee hatten, alles auf eine Karte zu setzen, diagnostizieren Archäologen in 500 Jahren wahrscheinlich mit, „durch zwangsbescheuerten Gesichtsausdruck ausgelöster Depression“.“

Ästhetik ist immer auch persönliche Geschmackssache und das „hässliche Perso-Kärtchen“ muss nicht jedem gefallen – zumal staatliche Aufgabenstellungen keinen Designpreis gewinnen sollen. Aber dafür ist es klein und praktisch zu handhaben. Und wie verzweifelt die „Macher“ sind, vermag ich nicht zu beurteilen.

Trotzdem ist ein solches Engagement in Form eines Wettbewerbes ausdrücklich zu loben. Im Rahmen der Einführung des Personalausweises ist nicht alles glatt gelaufen. Keine Frage. Und natürlich hat auch die Bundesdruckerei ein berechtigtes Interesse an dem Personalausweis. Und trotzdem hilft ein solcher Wettbewerb der Anerkennung des innovativen Infrastrukturprojektes weiter.

Professionelle Kommunikation rund um staatliche Themen findet in Deutschland kaum statt. Fehlt zu oft. Der Bürger als Nutzer weiß oftmals nicht, was der Markt an Möglichkeiten hergibt. Diese fehlende Kommunikation wurde hier im Blog bereits des öfteren angesprochen. Jetzt hat es auch Franz-Reinhard Habbel – ein Mahner des deutschen eGovernment – bemängelt. Ja, wir müssen mehr darüber reden und schreiben. Über unsere Projekte – im guten wie im schlechten Sinne. Und dass die fehlende Kommunikation gerade bei so einem wichtigen Thema wie „meiner digitalen Identität im Internet“ zu einem Erfolgskiller werden konnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Und es wäre so leicht. Und mit jedem Nutzer, der konstruktiv seine Stimme zu Problemen der Handhabung der Software, ihrer Usability oder dergleichen erhebt, können auch Veränderungen in die Diskussion um zukünftige Aufgabenstellungen eingebracht werden.

Der o.g. Podcast enthält aber auch Sätze, die leider zeigen, dass sich der Autor nur sehr oberflächlich mit dem Thema beschäftigt hat. „Alles auf eine Karte“, das ist mit Sicherheit eine Forderung, die von den Nutzern schon seit mindestens 10 Jahren abgelehnt wird. Und es wäre auch unpraktisch – und gefährlich, seien wir doch ehrlich. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur den Humor nicht verstanden…

e-Government: Gestern, heute, vorgestern und übermorgen – in einem Satz

Aus den Kommentaren und Diskussion rund um den Beitrag Personalsituation in der Berliner Verwaltung III stammt mein ganz persönliches Zitat der vergangenen Woche:

“Wir arbeiten in den Strukturen von gestern, mit Methoden von heute an Problemen von Morgen, mit Menschen, die in den Strukturen von Vorgestern aufgewachsen sind und das Übermorgen innerhalb der Organisation nicht mehr erleben werden.”

Es klingt lustig – und ist doch traurig zugleich. Das Zitat stammt von Christian Rupp, Sprecher der Plattform „Digitales Österreich“, ausgesprochen auf dem Zukunftskongress Staat & Verwaltung Ende Juni in Berlin.

Aber ist das wirklich so? Ist das die Situation in deutschsprachigen Verwaltungen? Ist das die Ausgangssituation, wenn wir über das Thema „Modernisierung unserer Verwaltung“ diskutieren wollen? Und wie bitte kommen wir dann aus dem Schlamassel raus?